Künstlerin, Illustratorin und Autorin 
Katja Richter

Burg Rabenstein Fläming

Wir (mein Sohn (5) und ich waren auf der Burg Rabenstein im Fläming. Die Burg liegt auf einer 153 m hohen Erhebung direkt im Naturpark Hoher Fläming unweit des kleinen Dorfes Raben, in welchem sich das Naturzentrum befindet, aber auch ein großer Spielplatz. Wir haben uns allerdings entschieden direkt zur Burg hoch zu fahren und nicht in Raben zu parken.


Vor der Burg findet sich ein recht großer gepflasterter Parkplatz und eine Falknerei, allerdings haben wir diese nicht besucht, sondern nur geparkt und uns auf den Weg zu Burg gemacht, vorbei an der großen alten Scheune, in welcher sich auch ein kleiner Hofladen mit regionalen Produkten befindet.

Nachdem wir die Burg erreicht hatten entschieden wir uns dafür noch nicht hinein zu gehen, sondern erst einmal von außen zu gucken und so liefen wir rechts neben der Burg entlang.
Hier findet sich ein kleiner Sandweg auf welchem man die Burg tatsächlich einmal komplett umrunden kann, allerdings ist der Weg ab der Treppe, welche sich auf der linken Burgseite findet und die Möglichkeit bietet in den Innenhof hoch zu steigen, nicht mehr so breit wie zuvor, schräg, schmal und der wieder Aufstieg ist recht steil, – eben ein richtiger Abenteuerweg!
So wird das wandern auch dem Kind nicht langweilig, allerdings würde ich diesen Weg tatsächlich nur bei trockenem Wetter gehen, ich kann mir vorstellen, dass es hier bei Nässe durchaus etwas rutschig werden könnte.
Für Kinderwagen ist der Weg nicht geeignet, zumindest nicht komplett bis zum Eichwutzl bzw. der Treppe zum Innenhof sollte es aber gut klappen.





Der Eichwutzl ist ein Kobold. Auf einem Infoschild daneben gibt es eine nette Geschichte dazu zu lesen.
Früher gab es viel Kobolde im Wald, die ihre Scherze mit den Wanderern gemacht haben, der Burgherr fand das allerdings gar nicht gut und beauftrage seinen Zauberer ihm die Kobolde vom Hals zu schaffen. Der Zauberer trickste die Kobolde aus, so verloren diese ihre Zauberkräfte und der Zauberer konnte sie in Bäume verwandeln. Diese stehen noch heute an der Burgmauer und sollen andere Kobolde abhalten. Nur alle 100 Jahre verwandeln sich die Kobolde für einen Tag zurück, sie feiern dann ein großes Fest und spielen den Wanderern ihr Streiche.
Welche Streiche das sind, wie der Zauberer den Kobolden die Zauberkraft nehmen konnte und wieso man einen Kobold, wenn man ihn sieht auf jeden Fall grüßen sollte, dass steht auch noch auf dem Schild.




Uns hat der Abenteuerweg auf jeden Fall viel Spaß gemacht, er führt bis zum Parkplatz zurück! Da wir aber noch nicht nach Hause wollten liefen wir wieder die uns bereits bekannte Strecke, an der Scheuen vorbei, zurück zum Burgeingang und dieses Mal gingen wir auch hinein!
Im Burghof findet sich ein kleiner Imbiss, WCs, ein Rittersaal, die Folterkammer, der Aufstieg zum Burgturm und viele Sitzgelegenheiten. Hier lässt es sich aushalten. Wir wollten auf jeden Fall auf den Turm und das klappte auch wie geplant. Der Zutritt kostete mich 3 €, für meinen kleinen Mann nichts. Der Aufsieg erfolgte über Holztreppen, allerdings teilweise wirklich recht steil, vor allem die letzte hatte es in sich, sie glich eher einer Leiter und das in doch recht schwindelnder Höhe, dass war schon eine ganz schöne Herausforderung! Aber wir haben es geschafft und konnten oben einen tollen Ausblick genießen.

Runter zu kommen war allerdings mit mehr Nervenkitzel verbunden, die Treppe ist zu schmal das man sein Kind an der Hand halten kann um nebeneinander zu laufen, so bin ich Rückwärts voraus gelaufen und mein kleiner Mann mit beiden Händen links und rechts am Geländer mir nach, so kamen wir auch gut wieder runter und wir waren echt richtig stolz auf unsere Leistung!

Nach dem aufregenden Turmabstieg ging es für uns gleich stufig weiter. Unser nächster Weg sollte uns nach Raben führen, zum Spielplatz, gegenüber von diesem liegt gleich das Naturkundezentrum, darum folgten wir der Beschilderung: RABEN / Naturkundezentrum 0,8 km.

Eine durchaus schaffbare Strecke für uns beide. Wir trödelten ganz schön rum, aber das ist ja auch das Schöne am spazieren/ wandern.

Der Weg ist das Ziel.

Wir waren wirklich langsam unterwegs und haben für unseren Weg eine gute Stunde gebraucht, es gibt aber auch vieles zu entdecken und zu hören. Im Dorf angekommen haben wir unsere Pause auf dem Spielplatz eingelegt.

Hier gibt es viele Bänke zum sitzen, schattig, unter hohen Bäumen. Mittlerweile war es ganz schön warm geworden. Nach einer ausgiebigen Spielpause, auf Trampolin, Rutsche und Eisenbahn machten wir uns auf den selben Weg zurück. Der Aufstieg der Treppe war jetzt schon etwas anstrengender, aber mein kleiner Mann wollte dennoch unbedingt nochmal zum Eichwutzl und mit seinem Ziel vor Augen ging es dann doch ganz flott.





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